Coaching für Jugendliche und junge Erwachsene
Dieses Coaching ist für Jugendliche und junge Erwachsene von 14 bis 25 Jahren, die sich festgefahren fühlen, überfordert sind oder den Zugang zu den eigenen Fähigkeiten verloren haben – mit oder ohne ADHS- oder Autismus-Diagnose. Gearbeitet wird an Selbstverständnis, an Alltag und Umsetzung, an Orientierung bei Übergängen und daran, Bedürfnisse und Grenzen klarer auszudrücken. Die Gespräche finden online in der Schweiz, Deutschland und Österreich statt oder persönlich in Rheinfelden, auf Deutsch oder Englisch. Coaching ist keine Diagnostik und keine Psychotherapie.
Mit dir, nicht über dich
Über Jugendliche mit ADHS oder Autismus wird viel gesprochen: in Sprechzimmern, an Elternabenden, in Standortgesprächen. Hier ist das anders. Du bist die Person, mit der gearbeitet wird, und deine Ziele zählen — nicht nur die Ziele, die andere für dich haben.
Das gilt genauso für junge Erwachsene. Wer die Einordnung erst spät bekommt oder während Ausbildung, Studium oder im ersten Job merkt, dass bestimmte Muster einen Namen haben, steht oft vor derselben Frage: Was mache ich jetzt damit, konkret, ab Montag?
Deshalb gibt es hier keine zwei getrennten Angebote für Jugendliche und für junge Erwachsene. Die Themen setzen sich über diese Jahre hinweg fort. Was sich unterscheidet, sind die Beispiele, das Tempo und die Frage, wer sonst noch beteiligt ist.
Eine Diagnose brauchst du nicht
Die Spezialisierung auf ADHS, Autismus und Neurodiversität bestimmt, wie ich verstehe und arbeite — nicht, wer kommen darf. Wenn eine Diagnose vorliegt, fließt das fachliche Wissen ein: warum Aufgabenbeginn schwerfällt, warum Reize kippen können, warum Routinen manchmal gegen die Person arbeiten statt für sie.
Wenn keine Diagnose vorliegt, arbeiten wir mit dem, was du tatsächlich erlebst. Coaching ist ausdrücklich keine Abklärung und kein Ersatz dafür. Wenn im Gespräch deutlich wird, dass eine diagnostische Abklärung sinnvoll wäre, sage ich das — die Abklärung selbst gehört in fachärztliche oder psychologische Hände.
Wobei Coaching konkret helfen kann
Wenn der Alltag mehr Kraft kostet, als er sollte
Aufgaben, die nicht anfangen wollen, obwohl sie klein sind. Ein Zeitgefühl, das sich nicht zuverlässig meldet. Systeme, die drei Wochen funktionieren und dann zusammenbrechen. Wir schauen an, woran es an den konkreten Stellen hakt, und bauen Strategien, die zu dir passen — statt solcher, die für andere gedacht sind und bei dir Kraft kosten.
Bei Jugendlichen geht es oft um Hausaufgaben, Abgabetermine, Morgenabläufe und den Konflikt darüber zu Hause. Bei jungen Erwachsenen um Prüfungsphasen, Schichtpläne, Anträge und Rechnungen, die erste eigene Wohnung und Arbeitspakete, die liegen bleiben.
Wenn du nicht weißt, wohin
Vor dem Schulabschluss, zwischen Lehre und Studium, nach einem Abbruch, bei einem Wechsel im Beruf, nach einer Veränderung, die niemand geplant hat. Orientierung heißt hier nicht, dass ich dir sage, was du werden sollst. Es heißt: herausfinden, was dir wichtig ist, in welchen Umgebungen du funktionierst, was dich hindert, welche Möglichkeiten es real gibt — und dann etwas ausprobieren und auswerten.
Das ist ausdrücklich keine offizielle Berufsberatung. Für die Schweizer Bildungswege gibt es zuständige Stellen, und ich verweise dorthin, wenn es darum geht.
Wenn du weißt, was du brauchst, aber nicht, wie du es sagst
Eine Anpassung an der Schule anfragen. Einer Lehrperson, einer Vorgesetzten oder der Familie erklären, was du brauchst, ohne dass daraus ein Streit wird. Ein wichtiges Gespräch vorbereiten und danach einordnen, was passiert ist. Nein sagen, bevor es zu spät ist.
Wir üben das konkret: was du sagen willst, in welcher Reihenfolge, mit welchen Worten, und was du tust, wenn die Reaktion nicht so ausfällt wie erhofft.
Wie ein Gespräch abläuft
Eine Sitzung dauert in der Regel eine Stunde. Es gibt kein festes Skript. Meistens beginnen wir mit dem, was seit dem letzten Mal passiert ist, entscheiden gemeinsam, woran wir heute arbeiten, und enden mit etwas Konkretem — nicht mit einer langen Hausaufgabenliste, sondern mit einem Schritt, den du dir tatsächlich zutraust.
Wenn dir Reden schwerfällt, gibt es andere Wege: aufschreiben, vorher schicken, Pausen machen, die Kamera ausschalten. Nichts davon musst du vorher erklären oder begründen.
Was mit deinen Eltern besprochen wird
Das ist für viele die erste und wichtigste Frage, deshalb steht die Antwort hier und nicht im Kleingedruckten.
Der Inhalt unserer Gespräche wird nicht automatisch an deine Eltern weitergegeben. Was Eltern erfahren, klären wir gemeinsam und vorher — nicht hinterher.
Ob, wann und worüber Eltern einbezogen werden, wird abgesprochen und nicht vorausgesetzt. Das gehört zur Zielklärung am Anfang. Die genauen Regelungen besprechen wir im Kennenlerngespräch und halten sie fest, bevor die Zusammenarbeit beginnt.
Wann etwas anderes besser passt
Coaching ist nicht das Richtige, wenn es gerade um eine akute Krise geht, um eine Behandlung, um eine Abklärung oder um eine Situation, in der du Schutz brauchst. Dafür gibt es andere Stellen, und die sind dann die richtigen — nicht ein Coaching-Termin in drei Wochen.
Auch wenn eine Psychotherapie läuft, kann Coaching sinnvoll daneben stehen, sollte sie aber nicht ersetzen. Was genau in welche Hände gehört, besprechen wir offen. Mehr dazu steht unter Arbeitsweise, Haltung und Grenzen.
Der erste Schritt
Ein kostenloses Kennenlerngespräch von 20 bis 30 Minuten. Darin klären wir, worum es dir geht, wie ich arbeite und ob das zusammenpasst. Du musst nichts vorbereiten und nichts belegen.
Was im Coaching besprochen wird, bleibt im Coaching
Coaching funktioniert nur, wenn ehrlich gesprochen werden kann. Deshalb ist Vertraulichkeit keine Nebenabrede, sondern die Grundlage.
- Wenn du die Klientin oder der Klient bist
- Wird der Inhalt unserer Gespräche nicht automatisch an deine Eltern weitergegeben. Was Eltern erfahren, klären wir gemeinsam und vorher — nicht hinterher.
- Elternbeteiligung wird abgesprochen, nicht vorausgesetzt
- Ob, wann und worüber Eltern einbezogen werden, ist Teil der Zielklärung am Anfang. Es wird nicht stillschweigend angenommen.
- Bei Minderjährigen zusätzlich schriftlich
- Einwilligung, Informationsaustausch, Elternbeteiligung und die Ausnahmen zum Schutz werden vor Beginn schriftlich vereinbart, damit alle Beteiligten dasselbe wissen.
- Vertraulichkeit hat Grenzen
- Es gibt gesetzliche und sicherheitsbezogene Ausnahmen — etwa dann, wenn eine ernsthafte Gefahr für dich oder andere besteht. Diese Grenzen benenne ich vorher offen, nicht erst im Ernstfall.
Die genauen Regelungen besprechen wir im Kennenlerngespräch und halten sie fest, bevor die Zusammenarbeit beginnt.
Häufige Fragen
Brauche ich eine Diagnose, um Coaching zu machen?
Nein. Eine formale Diagnose ist keine Voraussetzung. Die Spezialisierung auf ADHS und Autismus bestimmt, wie ich verstehe und arbeite, nicht wer kommen darf. Wenn eine Diagnose vorliegt, fließt dieses Wissen ein; wenn nicht, arbeiten wir mit dem, was du im Alltag tatsächlich erlebst.
Erfahren meine Eltern, was ich im Coaching erzähle?
Nicht automatisch. Wenn du die Klientin oder der Klient bist, ist das Gespräch vertraulich. Ob und worüber Eltern informiert werden, klären wir gemeinsam zu Beginn. Bei Minderjährigen wird das zusätzlich vor dem Start schriftlich vereinbart, zusammen mit den gesetzlichen Ausnahmen, die für den Schutz gelten.
Für welches Alter ist das Coaching gedacht?
Für Jugendliche und junge Erwachsene. Es gibt keine feste Altersgrenze, weil sich die Themen — Alltag, Orientierung, Kommunikation — über die Lebensphasen hinweg fortsetzen. Bei Minderjährigen kommen zusätzliche Absprachen zu Einwilligung und Elternbeteiligung dazu.
In welchen Sprachen findet das Coaching statt?
Auf Deutsch und auf Englisch. Beide sind echte Arbeitssprachen, auch für schwierige oder fachliche Themen. Welche Sprache besser passt, entscheidest du.
Verfasst von Fatmatu Jalloh. Zuletzt aktualisiert am .
Herausfinden, ob es passt
Das Kennenlerngespräch dauert 20 bis 30 Minuten, ist kostenlos und unverbindlich. Wir klären, worum es dir geht, wie ich arbeite und ob Coaching für deine Situation das Richtige ist. Es ist ausdrücklich keine kostenlose Coaching-Sitzung.