Bridge & Bloom Coaching für ADHS, Autismus & Neurodiversität

Orientierung und Übergänge

Diese Seite ist für Jugendliche und junge Erwachsene, die vor einer Entscheidung stehen oder in einer Veränderung stecken: Schulabschluss, Lehre, Studium, Berufswechsel, Abbruch, Umzug oder ein Umbruch, den niemand geplant hat. Im Coaching geht es nicht darum, den richtigen Weg vorgegeben zu bekommen, sondern darum, Möglichkeiten zu erkunden, zu prüfen, auszuprobieren und auszuwerten. Die Gespräche finden online im DACH-Raum statt oder persönlich in Rheinfelden. Es ist keine offizielle Berufsberatung.

Kennenlerngespräch Coaching für Jugendliche und junge Erwachsene

Orientierung ist eine Fähigkeit, kein Zielpunkt

Die Frage lautet selten nur: „Welchen Beruf soll ich wählen?” Meistens liegt darunter etwas anderes.

Wer bin ich? Was ist mir wichtig? Was kann ich? In welchen Umgebungen funktioniere ich, und in welchen gehe ich unter? Was hindert mich tatsächlich — und was habe ich nur nie ausprobiert? Welche Möglichkeiten gibt es wirklich? Was will ich testen? Und was habe ich daraus gelernt?

Ich verspreche nicht, den richtigen Weg für dich zu bestimmen. Ich kenne ihn nicht. Was sich aber erarbeiten lässt, ist die Fähigkeit, Möglichkeiten selbst zu erkunden, zu prüfen und zu navigieren — und die brauchst du nicht nur bei dieser einen Entscheidung.

Welche Übergänge gemeint sind

  • Vom letzten Schuljahr in die Lehre, ins Gymnasium oder ins Studium
  • Von der Lehre in die Arbeit, oder nach einem Abbruch wieder in etwas Neues
  • Von einer Arbeitsstelle in die nächste, auch nach einer Kündigung
  • Von zu Hause in die erste eigene Wohnung
  • Nach einer späten Einordnung: alles noch einmal neu sortieren
  • Und die Übergänge, die niemand geplant hat — Krankheit, Trennung, Umzug, ein Abbruch, der nötig war

Übergänge kosten mehr Kapazität, als sie von außen zu kosten scheinen. Bei neurodivergenten Menschen oft deutlich mehr: Alles ist gleichzeitig neu, und das, was sonst automatisch läuft, läuft in dieser Zeit nicht.

Wie wir daran arbeiten

Erst verstehen, was wichtig ist

Bevor Optionen sortiert werden, wird geklärt, wonach überhaupt sortiert werden soll. Das ist bei jedem anders und es ist selten das, was in Ratgebern steht.

Umgebungen ernst nehmen

Nicht nur „Was will ich machen?”, sondern „Wo kann ich das machen, ohne jeden Tag gegen die Umgebung zu arbeiten?” Lärm, Struktur, Tempo, wie viel Nähe, wie viel Vorhersehbarkeit — das sind keine Nebensächlichkeiten, sondern oft der Unterschied zwischen Durchhalten und Abbrechen.

Möglichkeiten prüfen, statt sie auszuhalten

Wir schauen, was real verfügbar ist, und wie sich etwas testen lässt, bevor man sich festlegt: hineinschnuppern, mit jemandem sprechen, einen Tag mitlaufen, klein anfangen.

Ausprobieren und auswerten

Nach dem Versuch kommt die Auswertung, und die ist der eigentliche Punkt. Was davon war die Sache, was war der Tag, was war die Umgebung? Ein Versuch, der nicht funktioniert hat, ist ein Ergebnis — kein Scheitern.

Vorbereitung, die Abweichung einplant

Ein durchgetakteter Plan, der beim ersten Abweichen kippt, ist keine Vorbereitung, sondern ein Risiko. Besonders bei Autismus ist das Ziel nicht, jede Einzelheit vorher festzulegen, sondern zu wissen: Was passiert, wenn es anders kommt? Wen frage ich? Wo kann ich kurz raus?

Das ist keine Berufsberatung

Ich bin keine offizielle Berufs-, Studien- oder Laufbahnberatung. Für das Schweizer Bildungssystem gibt es zuständige Fachstellen, die Zugangsbedingungen, Anschlusslösungen und Finanzierungsfragen verbindlich kennen. Wenn es darum geht, verweise ich dorthin.

Was hier stattfindet, ist die Arbeit davor und daneben: herausfinden, was passt, wie man das prüft und wie man mit einer Entscheidung umgeht, nachdem sie getroffen ist.

Auch Case Management gehört nicht dazu. Mehr zu den Grenzen unter Arbeitsweise, Haltung und Grenzen.

Für Eltern

Übergänge sind für Eltern oft die anstrengendste Zeit: Der Druck ist real, die Fristen sind real, und die eigene Sorge lässt sich schlecht abschalten.

Gleichzeitig ist es die Phase, in der Übernehmen am meisten kostet — weil die Fähigkeit, den nächsten Übergang selbst zu bewältigen, genau hier entsteht. Wo Ihre Grenze zwischen Unterstützen und Übernehmen verläuft, lässt sich im Kennenlerngespräch besprechen.

Der nächste Schritt

Ein kostenloses Kennenlerngespräch von 20 bis 30 Minuten. Du musst nicht wissen, was du willst — das ist eher der Anlass als die Voraussetzung.

Verfasst von Fatmatu Jalloh. Zuletzt aktualisiert am .

Herausfinden, ob es passt

Das Kennenlerngespräch dauert 20 bis 30 Minuten, ist kostenlos und unverbindlich. Wir klären, worum es dir geht, wie ich arbeite und ob Coaching für deine Situation das Richtige ist. Es ist ausdrücklich keine kostenlose Coaching-Sitzung.

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