Schritt 1: Was gerade bei dir los ist
Der Anfang liegt bei dir — nicht bei einer Diagnose, der Schule, den Eltern oder dem Arbeitsplatz. Was erlebst du gerade? Was ist dir wichtig, was fällt schwer, was leichter? Was gibt Energie, was zieht sie ab?
Coaching bei Bridge & Bloom folgt einem flexiblen Ablauf in fünf Schritten, die von innen nach außen führen: was gerade los ist, warum es für dich Sinn ergibt, was in dir zusammenspielt, was zwischen dir und deiner Umgebung passiert und was du damit anfangen willst. Die Haltung dahinter ist, zuerst zu verstehen und erst dann über Veränderung zu sprechen; ADHS und Autismus sind dabei Linsen und keine Erklärung für alles, und die Umgebung gehört mit ins Bild statt nur die Person. Vertraulichkeit wird zu Beginn geklärt und bei Minderjährigen zusätzlich schriftlich vereinbart. Coaching ersetzt keine Diagnostik, Psychotherapie, medizinische Behandlung oder Krisenhilfe.
Der Anfang liegt bei dir — nicht bei einer Diagnose, der Schule, den Eltern oder dem Arbeitsplatz. Was erlebst du gerade? Was ist dir wichtig, was fällt schwer, was leichter? Was gibt Energie, was zieht sie ab?
Was bedeutet die Situation für dich, was erwartest du, welche Muster fallen dir auf? Reaktionen, die von außen unverständlich wirken, ergeben von innen oft sehr wohl Sinn. Schwierigkeiten werden hier nicht vorschnell in dir verortet, wenn Beziehungen oder Umstände mitspielen.
Körper und Sinneswahrnehmung, Gefühle, Gedanken und Verhalten hängen zusammen. Fachliches Wissen zu ADHS und Autismus liefert hier Fragen und mögliche Erklärungen — keine fertigen Antworten. Ob etwas ganz anderes dahintersteckt, bleibt immer eine offene Frage.
Schule, Ausbildung, Studium, Arbeit, Familie, Beziehungen: Wo passt es, wo reibt es? Was kannst du verändern, was könnte die Umgebung verändern, was muss gesagt werden? Es geht ausdrücklich nicht darum, dich an etwas zu gewöhnen, das nicht passt.
Aus Verstehen wird Bewegung, die du selbst bestimmst. Was möchtest du stattdessen? Was klappt schon manchmal? Was wäre ein erstes kleines Zeichen von Veränderung, und was davon ist gerade realistisch?
Das ist eine Landkarte, kein festes Programm. Die Reihenfolge verschiebt sich, Schritte wiederholen sich, und manches fällt weg. Wie viele Gespräche es braucht, hängt von der Situation ab — eine feste Zahl wäre ein leeres Versprechen.
Ratschläge sind billig und meistens schon bekannt. Bevor darüber gesprochen wird, was anders werden soll, wird geklärt, was überhaupt gerade passiert — in welchen Situationen, unter welchen Bedingungen und was davon Ursache ist und was Folge.
Wenn etwas nicht funktioniert, liegt das selten nur an einer Seite. Zum Coaching gehört deshalb auch die Frage, was sich in Schule, Ausbildung, Arbeit oder Familie ändern könnte und was davon sich ansprechen lässt. Sich an Verhältnisse zu gewöhnen, die nicht passen, ist kein Ziel.
Ein Gespräch, in dem nichts Unangenehmes gesagt werden darf, hilft niemandem weiter. Es geht darum, ehrlich zu sein und dabei respektvoll zu bleiben — auch dann, wenn die ehrliche Antwort unbequem ist.
Das Ziel ist nicht, dass jemand tut, was ich sage. Ziele werden gemeinsam gesetzt, Schritte mitgetragen, und was nicht funktioniert hat, wird ausgewertet statt bewertet. Wer nur ausführt, lernt nichts, das über die Situation hinausreicht.
Sie helfen zu verstehen, warum bestimmte Situationen anders laufen. Sie erklären aber nicht jeden Gedanken, jedes Gefühl und jede Entscheidung. Zu jeder Beobachtung gehört deshalb die Frage, ob etwas ganz anderes dahintersteckt — Schlaf, Überlastung, eine Beziehung, der Zusammenhang, in dem das Ganze steht.
ADHS und Autismus erklären, warum bestimmte Dinge schwer sind — und diese Erklärung ist wichtig, weil sie jahrelange Selbstvorwürfe korrigieren kann. Gleichzeitig hebt sie Verantwortung nicht auf. Beides gilt nebeneinander, und diese Spannung auszuhalten ist Teil der Arbeit.
Coaching soll sich überflüssig machen. Gut gelaufen ist es, wenn jemand zunehmend selbst einschätzen, entscheiden, handeln, kommunizieren und Unterstützung einfordern kann — nicht, wenn die Termine möglichst lange weiterlaufen.
Es gibt kein fertiges Modul-Paket, keine feste Anzahl Sitzungen und keine Garantie auf ein bestimmtes Ergebnis. Zusagen kann ich sorgfältige Arbeit, Ehrlichkeit über Grenzen und Verlässlichkeit im Rahmen — nicht einen bestimmten Ausgang. Wer das verspricht, verspricht etwas, das niemand halten kann.
Diese Klarheit ist kein Kleingedrucktes, sondern Teil der fachlichen Verantwortung. Bridge & Bloom bietet Folgendes nicht an:
Wenn sich im Verlauf zeigt, dass eines davon gebraucht wird, sage ich das. Ich beende dann nicht einfach die Zusammenarbeit, sondern bespreche, welche Stelle passend wäre und wie sie erreichbar ist. Coaching kann in manchen Fällen parallel weiterlaufen, in anderen ist es sinnvoller zu pausieren.
Und es gibt kein Heilungsversprechen. ADHS und Autismus sind nichts, das wegtrainiert wird.
Wenn Sie an einer Schule, in einer Beratungsstelle, einer Praxis oder einem Dienst arbeiten und überlegen, ob eine Zuweisung passt: Das Angebot richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene sowie an Eltern als eigenständige Klientinnen und Klienten. Es ist coachingbasiert, nicht klinisch, und eine Diagnose ist keine Zugangsvoraussetzung.
Gearbeitet wird auf Deutsch und Englisch, online in der Schweiz, Deutschland und Österreich sowie persönlich in Rheinfelden. Qualifikationen und fachlicher Hintergrund stehen unter Über Fatma. Für Rückfragen zur Passung genügt eine kurze Anfrage.
Coaching funktioniert nur, wenn ehrlich gesprochen werden kann. Deshalb ist Vertraulichkeit keine Nebenabrede, sondern die Grundlage.
Die genauen Regelungen besprechen wir im Kennenlerngespräch und halten sie fest, bevor die Zusammenarbeit beginnt.
Coaching arbeitet an der gegenwärtigen Situation und an konkreten Schritten: verstehen, entscheiden, handeln, auswerten. Psychotherapie behandelt psychische Erkrankungen und arbeitet mit einem anderen Auftrag, anderen Methoden und unter anderer rechtlicher Grundlage. Bridge & Bloom bietet keine Psychotherapie, keine Diagnostik und keine medizinische Behandlung an. Wenn im Gespräch deutlich wird, dass etwas anderes gebraucht wird, sage ich das.
Nicht automatisch. Wenn du die Klientin oder der Klient bist, ist das Gespräch vertraulich. Ob und worüber Eltern informiert werden, klären wir gemeinsam zu Beginn. Bei Minderjährigen wird das zusätzlich vor dem Start schriftlich vereinbart, zusammen mit den gesetzlichen Ausnahmen, die für den Schutz gelten.
Das hängt von der Situation ab, und eine feste Zahl wäre ein leeres Versprechen. Manche kommen für eine begrenzte Frage über wenige Termine, andere begleiten einen längeren Übergang. Wir prüfen regelmäßig, ob die Zusammenarbeit noch nützlich ist, und reduzieren die Frequenz, sobald es ohne gut geht.
Keine ADHS- oder Autismusdiagnostik, keine Psychotherapie, keine medizinische oder psychiatrische Behandlung, keine Krisenintervention und keinen Notfalldienst, keine offizielle Berufsberatung, kein Case Management und keine Rechtsberatung. Auch keine Beratung für Arbeitgeber, Personalabteilungen oder Führungskräfte. Wo eines davon gebraucht wird, verweise ich weiter.
Dann ist Coaching nicht der richtige Weg. Bridge & Bloom ist kein Krisen- und kein Notfalldienst, und Anfragen werden nicht rund um die Uhr gelesen. Wenn es akut um Sicherheit geht — um dich selbst oder um jemand anderen —, wende dich bitte an die zuständigen ärztlichen oder notfallpsychiatrischen Stellen an deinem Wohnort. Diese Hilfe ist sofort verfügbar, ein Coaching-Termin ist es nicht.
Das legen wir gemeinsam fest und passen es an. Am Anfang sind kürzere Abstände oft sinnvoll, später größere. Eine Sitzung dauert in der Regel eine Stunde. Feste Pakete mit einer vorgegebenen Anzahl Termine gibt es nicht.
Verfasst von Fatmatu Jalloh. Zuletzt aktualisiert am .
Das Kennenlerngespräch dauert 20 bis 30 Minuten, ist kostenlos und unverbindlich. Wir klären, worum es dir geht, wie ich arbeite und ob Coaching für deine Situation das Richtige ist. Es ist ausdrücklich keine kostenlose Coaching-Sitzung.